Nichts kann den Tod ungeschehen machen.

Aber der richtige Umgang mit diesen Tagen, stiftet Sinn in einer Zeit, die sinnlos scheint.
Es werden im tiefen Schmerz ewige Fragen gestellt, zu denen es nur schwer die richtigen, wahren und endgültigen Antworten gibt. Aber manchmal ist die existentielle Frage an sich schon ein echter Gewinn an tieferer Erkenntnis und Re  exion des eigenen Daseins. Es kann leichter sein, diesen Weg nicht alleine zu gehen, sich nicht um Nebensächliches Gedanken machen zu müssen.

 

Der Tod gehört zum Leben. Und so gehören zu ihm auch Formalitäten, die in einer Gesellschaft  nötig sind, auch um eine Beerdigung zu organisieren.
Den Rahmen für dieses einschneidende Erlebnis zu fassen, ist die Aufgabe des Trauerredners.
Das Gedenken in würdige Worte zu fassen und als ein Vertrauter verlässlich und von Herzen zu handeln. Dann ist eine Aufgabe erfüllt, die zunächst nicht erfüllbar zu sein scheint. Im Schmerz Trost geben und in der Dunkelheit ein Licht zu entzünden, damit das Gedenken an den Toten und an das einschneidende Ereignis seiner Beisetzung ein Moment ist, an den man sich nicht nur in Schmerz, sondern sogar mit dem ein oder anderen heiteren Gedanken erinnern kann.

– Gerd W. Stolp –